XVII Nachtrag zur Einleitung.
Wo hingegen die Molasse aus gröberem Gerölle besteht, nimmt sie ein pudingartiges Aussehen an und heisst dann Na gelflue. Das Bindemittel ist entweder Thon oder durch Wasser inſiltrirter Kalk.
Die Molassenformation überdeckt den ganzen mittleren Theil der Schweiz in Form wellenförmiger und abgerundeter Hügel und Berge; deren Höhe gegen den Jura zu stufenweise abnimmt. Ihre Schichten verlaufen nicht horizontal, sondern grösstentheils in gebogenen Linien, und da auch gie Fhäler, die zwischen ihnen liegen, nur in den wenigsten Fällen der Erosion zugeschrieben wers den dürfen, so scheint es, dass seit der Ablagerung dieser Massen im Boden Bewegungen stattgefunden haben, die dieselben als Berge in die Höhe hoben.
Da dieses Gebirge sehr leicht verwittert und aus allen möglichen Steinarten zusammengesetzt ist, so eignet es sich auch als Aufenthaltsort für eine grosse Menge von Pflanzen. Daraus erklärt sich seine Fruchtbarkeit, die in der That in diesem Theile der Schweiz sehr gross ist, und auch der Mangel an besonders bezeichnende Pflanzen, Ich kenne keine einzige Pflanze, die der Molasse als Gebirgsart eigenthümlich wäre.

