Parma und Piacenza. 447

ihre Freihelt vom Kaiſer und Reich beſtaͤtigt. Aber ſie konnten ſie nicht behaupten und kamen 1346 unter die Herrſchaft des Herzogs von Mailand, Johann Galeazzo Visconti. Ludwig XII. von Frankreich ver­einigte 1240 Parma und Piacenza mit ſeinen Staa­ten, vorlor ſie aber durch dle Ligue von Cambrai, worauf ſie 1444 von Papſt Julius II. dem Kirchens ſtaat einverleibt wurden. Papſt Paul III. erhob ſie 4514 zu einem Herzogthum, mit dem er ſeinen na­tuͤrlichen Sohn Peter Alois Farneſe belehnte. Das Haus Farneſe blieb bis zu ſeinem Erloͤſchen 1731 im Beſitz des Herzogthums, mit welchem nunmehr Kaiſer Carl VI. den Spaniſchen Infan ten Don Carlos belehnte. Als dieſer aber 1736 den Neapolitaniſchen Thron beſtieg, erhielt Oeſtrelch dieſe Länder, trat fie indeß im Aachner Frieden 17438 dem juͤngern Spa: niſchen Infanten Don Philipp ab. Im Franzoͤſiſchen Revolutionskriege erkaufte der Herzog Ferdinand von Parma den Waffenſtillſtand und blieb im Beſitz des Landes bis zu ſeinem Tode 1802, wo es Frankreich in Folge eines mit Spanien geſchloſſenen geheimen Vertrags in Beſitz nahm und daraus ſpaͤter ein Departement ſchuf. Der Friede von Paris 1814 beſtimmte dieſer Laͤnder der Erzherzoginn Maria Lutſe von Oeſtreich, Gemahlinn Napoleons, als ein erb­liches Herzogthum; nach der von den verbuͤndeten Maͤchten unter dem 10. Juni 1817 geſchloſſenen Convention aber faͤllt Parma nach dem Tode der jetzigen Regentinn an den Herzog von Lucca.

Das Land graͤnzt gegen N. an den Po, der es von dem Lombardiſchen Königreiche ſcheidet, gegen O.

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