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Briefliche Bueignung an

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Vor einigen Jahren, mein lieber Freund, als Sie und ich noch mehr von der Poeſie des Lebens in unſern Herzen hatten, als, wie ich fürchte, uns Beiden noch übrig geblieben iſt, ſchmückte ich einen ſchwachen Vand von Gedichten mit Ihrem Namen, die gedruckt wurden, aber nicht in den Buchhandel kamen Von den hundert Abdrücken dieſer knabenhaften Unbeſonnenheiten, welche einem franzöſtſchen Buchdrucker ihren Urſprung ver­danken und von unglaublichen Fehlern wimmelten, habe ich bis heute nicht mehr als zwei⸗ oder dreiundzwanzig vertheilt. Ich dedieirte Ihnen damels ein Buch, welches nur durch die Hände von Freunden gehen ſollte, in der ſtillſchweigenden Vorausſetzung, daß ſie auf gleiche Weiſe bereit zum Verzeihen und Loben ſein würden. Jetzt dedi­ire ich Ihnen ein Buch, welches im Augenblicke, wo es ausgegeben wird, in die Hände von Leſern kommt, von welchen ſelbſt die mir freundſchaftlich geſinnten zu lau, um zu loben, und die mir abgeneigten im Voraus zum Tadel entſchloſſen find, und wo Jeder mit grau­ſamer Gerechtigkeit ein Recht zu haben glaubt, durch