welches wenige Tage früher oder ſpäter doch nach ber gewöhnlichen Wahrſcheinlichkeit fein Ende errelchen wird? So wie es iſt und war, iſt mein Leben dem Geſetze verfallen, und das Geſetz ſoll ſein Opfer haben. Könnte ich dieſer Anklage entgehen, fo weiß ich, daß ſiehen aus dere meiner warten, und daß durch die eine ober die andere von dieſen meine Überweiſung und Verurthei ung geſchehen muß. Wohl mag uns Allen das Leben ſůß fein, Mylorb; und wohl möglich, daß, wenn das meine noch eine Weile gefriſtet würde, daß daun dieſes Leben eine beſſere Sühne für frühere Handlungen wäre, als ein Tod, der plötzlich und allzufeüh mich träfe, zur Reue auffordert, während er die Beſſerung unmöglich macht.
„Aber wenn nur dle dunkle Seſte der Dinge für unſere Wahl übrig gelaſſen iſt, dann iſt es um ſonſt, die hellere zu betrachten; es iſt fruchtlos, das Auge aufs Leben zu heften, wenn der Tod in der Nähe iſt; vergeblich von Zerknirſchung zu reden, wenn man uns verweigert, fe zu gewähren. Es{ft die gewöhnliche Lift von Gefangenen in meiner Lage, ſich an das Gefühl zu wenden und ven Vorurthellen der Geſchworenen zu ſchmeicheln; die Trefflichkeit unſerer Geſetze zu preiſen, während ſie ſte zu entwaffnen ſuchen, die Gerechtigkeit zu rühmen und um Gnade zu bitten, von gehoffter Freiſprechung zu reden, aber mit einer nicht murrenden Unterwerfung unter das Verdammungsurtheil zu prahlen. Mir, dem alle irdiſche Wünſche erſtorben find,{ft dieſe Liſt eitel und überflüffig. Ich bedenke mich nicht,
Ihnen zu erklüren, Mylorh, Ihnen anzurufen, meins

