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Einleitung.

Die Geſchichte einer Gemeindeverwaltung. Die körp er­liche Ausbildung in Verbindung mit der Volks ſchule. Leſe­verein der Gewerbsleute. Gewerbsſchule in Verbindung mit Arbeitsübung. Gewerbsverein. Sonntags ſchule. Städtiſche Sammlungen.

Fleißheim if ein Städtchen mit viertauſend Einwohnern am Ufer eines Gebirgsbaches, der Zornbach genannt, an der Stelle, wo er ſich aus einem Querthal herausſtürzt und nun in einer ſanften Niederung des Flach­landes ruhiger fortfließft. Das Städtchen liegt am Fuße eines der größeren Gebirge Mitteleuropa's, an dem noch ein Theil ſeiner Aecker, Wieſen und Wälder ſich hinauf lehnt, während die ſüdliche Seite des Ortes von Gärten und fruchtbaren Fluren begrenzt iſt, welche ſich in das Flachland hineinziehen.

Die Oberfläche des Bodens liefert nach ſeiner mannigfachen Verſchie­denheit Getreide und Obſt, Gemüſe und Gras zur Nahrung; Holz, Flachs, Hanf, Reps, Mohn, Krapp, Waid, Wau, Weberkarden und ähnliche Pflan zen als Stoffe der Gewerbsthätigkeit.

Der Untergrund enthält aber zwei eben ſo wichtige Grundſtoffe der Induſtrie: Eiſenerze vorzüglich in dem Gebirgstheile und Erdkohlen in dem Flötzgebirge der Niederung.

So iſt das Städtchen von der Natur reich ausgeſtattet und die Land­wirthſchaft, die Forſtkultur, die Viehzucht, der Bergbau und die darauf ge­gründeten Gewerbe konnten hier zur Wohlfahrt der Einwohner reichlich gedeihen.

Man benützte auch die meiſten dieſer Nahrungszweige. Die Mehrzahl der Bürger trieben Feldbau, hatten Obſtgärten, etwas Wald und einen kleinen Viehſtand; Einige trieben Bergbau und ein großer Theil der Männer hatte

Stamm, Stadt u. Gewerbe. 1