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Der ſeinen eingebornen Sohn fuͤr uns dahin gegegeben hat, ſollte der nicht mit ihm uns Alles ſchenken? So will ich denn jedes Leiden gern erdulden, was von dir kommt, und nach dem Beyſpiele meines Erloͤſers bitten: Nicht mein, ſon—dern dein Wille, o Vater, gefhehe! Du, mein Heiland, ſollſt mein Vorbild und Muſter ſeyn. Du unterwarfſt dich in allen Stuͤcken dem Willen deines himmliſchen Vaters; gingſt geduldig zum Tode wie ein Lamm, das zur Schlachtbank gefuͤhret wird, und warſt ihm unterthaͤnig bis zum Tode, bis zum blutigſten Kreuzestode. Ach, wie haſt du geduldet, Lamm . Gottes! Menſchenverſoͤhner! Und ich dein Juͤn. ger, ſollte ungeduldig bey meinen weit geringes ren Leiden ſeyn? So oft ſchon habe ich dir im Gebethe, beym Empfange des heiligen Sacra—mentes der Buße und des heiligen Abendmahles angelobt, daß ich mich ſelbſt verlaͤugnen, mein Kreuz geduldig auf mich nehmen, und dir nach: folgen wolle. Dem Schüler foll es ja genug ſeyn, wenn er iſt, wie ſein Meiſter; und der Knecht, wenn er es hat, wie fein. Herr. Du haft mir ein Vorbild gelaſſen, daß ich in deine Fußſtapfen treten ſoll. Alſo muß ich auch bey den größten Leiden geduldig ſeyn, fo wie du, mein Erloͤſer, geduldig geweſen biſt. Deß wegen hat dich aber auch Gott erhoͤhet, und vor der ganzen Welt verherrlichet. Ich will denn leuchten laſſen mein Licht vor den Menſchen, mit Geduld und Gelaſſenheit meine Schmerzen ertragen, damit ſie an mir ein lehrreiches und erbauliches Beyſpiel haben, und von mir lernen, alle Leiden mit ruhiger Ergebung in den Willen Gottes zu ertra—

