eine ſolche Gattin zu beſitzen, und ich bitte Sie mich derſelben ſo bald als möglich zu empfehlen.

Ich danke Ihnen, Herr Rathery, aber meine Frau iſt ein wenig genau. Geld iſt ihr lieber als Kom­plimente, und ſie ſagt wenn Sie mit unſerm Geſchäfts­genoſſen Grophez zu thun hätten, ſo ſäßen Sie längſt im Schuldthurm.

Der Teufel auch! rief mein Onkel, der wüthend war daß Gutfärb nicht loslaſſen wollte, es iſt Ihre Schuld daß wir noch nicht quitt ſind; all Ihre Zunft brüder waren oder ſind krank: Rumpeldamaſt hatte zwei Bruſtentzündungen dieſes Jahr, Bändel ein Faulfieber, Zwillichhuber hat Rheumatismen, und Ratin hat ſeit ſechs Monaten den Durchfall. Sie erfreuen ſich einer unwandelbaren Geſundheit; ich hatte keine Gelegenheit Ihnen die geringſte Arznei zu liefern, ungeachtet Sie einem Ihrer Nankingſtücke gleichſehen und Frau Gutfärb einer Bildſäule von friſcher Butter. Das iſts, was mich getäuſcht hat. Ich hatte geglaubt Sie würden die Krone meiner Praxis ſein; wenn ich gewußt hätte was ich jetzt weiß, nie hätten Sie meine Kundſchaft bekommen.

Aber, Herr Rathery! es ſcheint mir daß weder Frau Gutfärb noch ich verpflichtet ſind krank zu werden um Sie in den Stand zu ſetzen Ihre Schul­den abzutragen.