trank aus dem Spundloch wie zu den Zeiten Homers. Das war nicht bequem, aber mein Onkel hatte einen ſolch ſtoiſchen Charakter daß er lieber auf dieſe Art guten Wein trank, als Nachwein aus Kriſtallgläſern. Trotz der Schwierigkeiten aller Art, welche die Operation darbot, waren die Hühner bald expedirt. Von dem unglücklichen Geflügel war längſt nichts mehr übrig als zwei nackte Gerippe, und die beiden Freunde tranken immer noch. Herr Surſurrans, der, wie gemeldet, ein ganz kleiner Mann war bei dem ſich Magen und Gehirn ſchier berührten, war betrunken ſo ſehr man es ſein kann; aber Benjamin, der große Benjamin, hatte den meiſten Theil ſeiner Vernunft bewahrt und bemitleidete ſeinen ſchwachen Gegner. Was Kaſpar betrifft, welchem man das Fäßcheu von Zeit zu Zeit hatte zukommen laſſen, ſo war er etwas jenſeits der Mäßigkeits grenzen; die kindliche Achtung erlaubt mir nicht einen andern Ausdruck in Anwendung zu bringen.
Das war der moraliſche Zuſtand der Tiſchgenoſſen, als ſie ſich vom Zuber erhoben. Es war vier Uhr und fie machten ſich bereit zur Abfahrt. Herr Surſurrans, der ſich ganz gut erinnerte daß er ſeiner Frau Hühner bringen ſollte, ſuchte dieſe um ſie wieder an die Spitze ſeines Stocks zu hängen; er fragte meinen Onkel ob
er ſie nicht geſehen habe.

