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ſcheute herzlich aber im Geheimen alle die, welche ihn durch irgend einen Vorzug verdunkelten. Wenn man an ſeine Wichtigkeit zu glauben ſchien, wenn man ihn um ſeine Gönnerſchaft bat, machte man ihn zum glücklichſten der Menſchen; wenn man ihm aber einen Hutruck ver­weigerte, ſo grub ſich dieſe Beleidigung tief in ſein Ge­dächtniß und verwiſchte ſich nie wieder. Weh! alſo dem Unglücklichen der es unterließ, den Herrn Amtmann zu grüßen. Wenn ihn irgend eine Sache vor Gericht führte, ſo ärgerte ihn der Herr Amtmann durch eine gut angelegte Plackerei ſo lange, bis er den ſchuldigen Re­ſpekt vergaß. Dann wurde die Rache zur Pflicht ür den Magiſtrat, und er ließ unſern Mann ins Gefängniß ſetzen, wobei er noch die fatale Nothwendigkeit beklagte welche ihm ſein Amt auferlege. Oft ſogar, um ſeinen Schmerz glaubhafter zu machen, beging er die Heuchelei ſich ins Bett zu legen, und bei großen Gelegenheiten ging er bis zum Aderlaß.

Der Herr Amtmann machte unſerm Herrgott den Hof wie den irdiſchen Gewalten; er verſäumte nie das Hochamt und ſetzte ſich mitten in den Herrenſtuhl. Das trug ihm jeden Sonntag einen Theil geweihten Brotes und die Gönnerſchaft des Pfarrers ein. Wenn er es hätte protokollariſch feſtſtellen laſſen können, daß er der Meſſe beigewohnt, er hätte es ohne Zweifel gethan.