nicht alle unglücklich durch deinen Eigenſinn hier bleiben zu wollen.

Während meine Großmutter ſprach, verbarg Ben­jamin ſeinen Kopf in ſeinen Händen und ſuchte die Thränen zurückzudrängen die ſich unter ſeinen Augen­wimpern anſammelten.

Beißkurz, rief er plötzlich, ich kann nicht mehr, laß mir ein Gläschen Bittern bringen vom Wärtel und laß dich küſſen. Schau, ſagte er indem er ihn an die Bruſt drückte daß er hätte ſchreien mögen, du biſt der erſte Mann den ich küſſe, und ſeit ich das letzte Mal die Ruthe bekam, ſind das die erſten Thränen die ich vergieße.

(

Und in der That er ſchmolz in Thränen, mein armer Onkel, aber als der Gefängnißwärter Butron zwei Gläschen Bittern gebracht, hatte er kaum das ſeinige geleert, ſo wurde er ruhig und aufgehellt wie ein April himmel nach einem Regenguß.

Meine Großmutter ſuchte ihn aufs neue zu rühren, aber er blieb kalt bei ihren Worten wie ein Gletſcher beim Mondſchein. Das Einzige was ihm zu ſchaffen machte, war daß ihn der Gefängnißwärter hatte weinen ſehen. Beißkurz mußte alſo ſeinen Weinberg behalten, ob er wollte oder nicht.