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Baumſtämme und ein mit ihrem Wappen verziertes, noch vorhandenes Fenſter zum Baue, und letztere verehrte der Kirche den darin befindlichen Beichtſtuhl von geſchnitzter Arbeit. Auch wurde die Erlaubniß erlangt, das von weil. Frau Helena Katharina von Kyaw, geb. von Schwanitz, dem Gotteshauſe legirte Kapital von 25 Thalern nebſt aufgelaufenen Zinſen zur Wiederanſchaffung der durch nächtlichen Diebſtahl entwendeten heiligen Ge fäße, in Kelch und Hoſtienteller beſtehend, zu benutzen. Die Gemahlin des Herrn Obriſtwachtmeiſter, Fr. Bar­bara Eliſabeth, geb, von Temritz, ſeit 1705 bis 1726 unausgeſetzte Wohlthäterin der Kirche, beſchenkte das Altar, die Kanzel und den Taufſtein mit einem neuen Ornate.

Wie durch ſeine aufopfernde Mitwirkung an ihrem Baue, ſo zeichnete ſich Herr Obriſtwachtmeiſter von Oberland auch in anderen Beziehungen als Collator der Kirche aus. Unter ſeinem Einfluſſe wurde derſelben im Jahre 1702 eine Orgel gegeben, die jedoch ſchon im Jahre 1765 mit einer zweiten, der mündlichen Sage nach von Ruppersdorf erkauften, vertauſcht wurde*).

In demſelben Jahre fand auf Anregen des Herrn von Oberland wegen Mangels an Platz für die un­terdeß ſehr vermehrte Schuljugend, der Bau eines neuen Schulhauſes, des noch jetzt beſtehenden, ſtatt, und wurde derſelbe bis zum 1. Oktober vollendet.

Der Koſtenaufwand betrug 136 Thaler, 12 Groſchen Fürſt von Liechtenſtein ſchenkte 8 Stämme ſtarkes Bau­

*) Die erſtere{ft noch vorhanden und befindet ſich zu Seifhennersdorf im Privatbeſitze. Sachverſtändige behaupten, daß ſie unſre gegenwärtige Orgel an Güte des Tones weit übertreffe.