vorzüglich in einet Handmühle, um Mehl zu berei- ten. Einige Säcke dienen zur Aufbewahrung der Kleider.
An der dem Winde entgegen gefetzten Seite ist jedes Zelt der ganzen Lange nach geöffnet, und da der Wind in Arabien viele Monathe lang nicht ändert, so wird selten eine Verwandlung des Eingangs nothwendig. Der ganze Stamm wohnt stets beysammen, das Zelt, oder, (wenn er reich und vornehm ist) die Zelter des Oberhauptes stehen in der Mitte, und werden überall, wo es nur immer der Boden zuläßt, in einem Kreise von den Zeltern der Gemeinen umgeben. Viele Hunde sind abgerichtet, die ganze Nacht hindurch die Runde um den äußern Bezirk zu halten, und für die Sicherheit der Horde zu wachen.
Am Tage sind von di» männlichen Bewohnern nicht viele zu Hause, sie treibt Jagd und Lust ant Krieg und Raub hinaus, und so durchstreifen sie zu Pferd, das kurze Schwerd sehr hoch an der Seite tragend, die mächtige Lanze auf der Schulter, alle Gegenden, wo sie Beute wittern. Ihr Angriff ist geflügelt, aber nicht ausdauernd; herzhafte Gegenwehr, besonders von einer Anzahl wohlbewafneter Europäer schreckt sie schnell und wirft sie zurück. Nicht sowohl todten ist ihre Absicht, als plündern, und nur alsdann mögte der Ueberwundene in Gefahr seyn, nach der Plünderung ermordet zu werden, wenn seine muthvolle Vertheidigung mehreren Beduinen das Leben gekostet hätte. Aber einzeln ist

