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Ungehorsam. DaS half einige Tagei Aber ihre neuen Bekannten hatten sie schon so sehr eingenommen, daß sie sich leicht wieder verführen ließen. Warum wollt ihr nicht mitgehn? sagten sie. Muß man denn immer lernen? Wir haben ja noch Zeit, wir sind ja noch jung. Und wenn'S euer Vater nicht haben will, so könnt ihr ja weggehn, ohne daß er es sieht. Was hat es denn zu bedeuten, wenn man euch auch nicht sogleich finden kann.
So sprachen die bösen Knaben, und Karl und Fritz vergaßen alle gute Lehren, welche ihre Aeltern ihnen gegeben hatten. Sie schlichen sich heimlich aus dem Hause, und ehe man sich's versah, waren sie mit Ludwig und Georg weit weg. Man merkte es bald an ihnen, daß sie in böser Gesellschaft lebten. Sonst waren sie im Reden und in ihrem Betragen immer anständig und hösiich gewesen; aber jetzt horte man jeden Augenblick ungesittete Worte und plumpe Schimpfreden von ihnen; sie wurden zänkisch und unverträglich gegen ihre Gespielen, sie antworteten unhöflich und grob, wenn jemand auf der Straße sie nach etwas fragte, oder sie wegen einer Unart tadelte. Täglich mußten sie nun Verweise von ihren Aeltern und Lehrern hören, und was noch schlimmer war, sie machten ihren Aeltern jetzt eben so viel Kummer, als sie ihnen sonst Freude gemacht halten.
Eines Tages hatten sie sich auch ohne Erlaubniß heimlich davon gemacht, und waren mit Ludwig und Georg unter einen Haufen ungesitteter Buben gekommen. Alle gingen vor das nächste Thor, um auf einer Wiese sich herum zu tummeln. Aus dem Spiele ward bald ein heftiger Zank, überall flogen Steine umher und hier und da gab es blutige Köpfe. Der Besitzer eines nahen Gartenhauses ließ die Knaben durch seine Diener warnen, und ihnen befehlen, sich von seiner Wiese weg- zubegcbcn, wenn sie sich nicht ruhig betragen wollten. Aber <s half nichts; Steine und Knittcl flogen noch mehr umher, und ehe die wilden Knaben sich's versahen, waren ein paar Fenster des Gartenhauses eingeworfen.
Jetzt lief, wer lausen konnte. Aber der Eigenthümer dcS Gartenhauses hatte den böse» Buben aufpassen lassen; seine Leute waren, niit tüchtigen Hasclstöcken bewaffnet, schnell auf der Wiese; Karl, Fritz, Ludwig und zwei oder drei der ungesittetsten Knaben wurden ergriffen und mußten für die Andern Strafe leiden. Sie wollten sich wehren, aber die Leute waren ihnen überlegen und gaben jedem einige derbe Streiche. DaS
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