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V.

Das Körbchen.

dlllwin und Amalien mußte der diesmalige Aufenthalt auf dem Lande bei weitem mehr Unterhaltung und Vergnü­gen gewähren, als dies früherhin geschehe» konnte. Sie har­ten wie an Alter, so auch an Kenntnissen zugenommen und der Sinn für die Eindrücke der heiteren Natur und das be­freundete ländliche Leben, war in ihnen mehr geschärft und erhöhet als in den jüngeren Jahren. So genossen sie nun auch die, sie umgebenden, Herrlichkeiten, zwar immer noch in beschränkter, kindlicher Einfalt, aber dennoch mit größe­rem Bewußtseyn und genügsamen Herzen. Das Vogel­nest mit den niedlichen Jungen, behielt für beide forrwäh- rcnd einen anziehenden Reiz, und das Lämmchen, das un­ter ihrer gemeinsamen Pflege fröhlich heranwuchs, schuf ih­nen mit jedem Tage neue Freuden.

Einst, als sie neben demselben im fetten Klee saßen und sich über dieses und jenes unterhielten, wurden sie mir ein­ander einig, ihr geliebtes Schäfchen zu einem Besuche bei seinen Eltern und Verwandten auf kurze Zeit zu beurlau­ben. Sie trugen gemeinschaftlich diesen Entschluß ihrem Vater vor und baten inständigst um dessen Einwilligung.

Gern bin ich damit zufrieden" sagte diesernur glaube ich nicht, daß ihr eurem Pflegling, durch eine solche Entfernung, einen besondern Freundschaftsdienst erweisen werdet. Das Schäfchen liebt euch jetzt mehr als seine El­tern und hat kein Verlangen, dieselben wieder zu sehen."