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Nachschrift für Lehrende.
Anleitung zum Gebrauche des Lesebuchs bei der Lautmethode.
Gilles Lesen ist ein Uebersetzen der sichtbaren Lautzeichen (Buchstaben) in ihre hörbaren Laute, oder: ein schnelles Zusammenaussprechen der in einem Worte enthaltenen einzelnen Sprachtvne. Name, Laut und Figur des Buchstabens sind drei sehr verschiedene Dinge, die beim Lesenlchren wohl unterschieden und, nach einer Grundregel des Unterrichts, nicht auf ein Mal, sondern nach einander eingeübt werden müssen. So ist, z. B. Es-ce-ha der Name, sch die Figur des Buchstabens und sein Laut daS zischende — sch, in dem Worte Fi—sch.
Ehe man das Kind mit den Namen der Buchstaben bekannt macht, muß man es die verschiedenen Laute und Lautzci chen (Buchstaben) kennen lehren, bis es im Stande ist, jene sowohl einzeln als in Verbindung niir andern, richtig, deutlich und schell auszusprechen. Auf jenem Unterschiede und aus dieser Regel beruht das Wesen der eigentlichen Lesekunst, die eben von dem reinen Aussprechen der Laute den Namen Lautmethode erhalten hat. Ihre Aufgabe ist nämlich keine andere als die: den eigenthümlichen Laut eines jeden Buchstabens richtig auffassen, angeben und, zuerst langsam, dann immer schneller, mit ander» Lauten zusammensetzen zu lehren, während das Kind bei der gemeinen Buchstabirmethode aus dem bloßen Namen die, oft nicht einmal darin versteckten, Laute herausfinden, oder durch das Hcrnennen der Namen lesen lernen soll.

