Er schaffet Brot,

Er nährt die jungen Raben,

Er sorget, daß die Vöglein Speise haben,

Und keines, keines leider Noth!

Die Erde ruht

Von weichem Schnee bedecket;

Das Keimlein schläft, Er schützet es und wecket ES auf vom Schlaf: der Herr ist gut!

Beim Jahreswechsel.

Tiefe Nacht bedeckt des Jahres Scheiden, Und im Dunkel liegt der Zeiten Lauf; Künft'ge Morgen hellen unsre Leiden,

Unsre ungewissen Freuden auf.

Was wir haben, was wir einst genossen, Jeder Augenblick benutzter Zeit,

Jedes Gute, dos vor uns entsprossen,

Ruht im Schovße der Vergangenheit.

Treu verwahrt sse, giebt es redlich wieder, Was wir ihrem Schutze anvertraut,

Legt das Zeugniß unsrer Thaten nieder. Wenn auf uns des Richters Auge schaut.

Wohl ihm, dessen zugemcß'ne Tage Ihre Hand nicht in das Schuldbuch trägt, Dessen Herz vor ihrer ernsten Klage Bangend nicht in Prüfungsstunden schlägt.

Ist das Herz nur völlig abgefunden Mit der Mahnung der vergang'nen Zeit, Dann erwarte du der Zukunft Srunden, Lächelnd, wie des Morgens Heiterkeit.