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absichtlich nicht sehen will, was auf einer oder der andern Seite vorgeht, so muß man jenes Mittel anwenden; aber dieß steht in des Menschen freiem Willen, und da es auch von uns alleine abhängt, die Fehler Anderer mit Fleiß nicht zu bemerken, so bedient man sich des erwähnten Ausdrucks, drückt gleichsam das Auge des Geistes zu und sagt bei sich selbst: ich will nicht alles sehen, was ich sehen könnte, ich will Nachsicht gebrauchen." Der Knabe sagte: „Jetzt versteh ich es und will meinetwegen bei dir auch zuweilen ein Auge zudrücken, wenn du mich hof- meisterft." „Stille, stille!" versetzte die Schwester. „Wie oft habe ich bei dir nöthig, alle beide Augen zuzuhalten." Nun sey nur gut, Schwesterchen," fiel Alexander ein. „Ich weiß schon, daß ich ei» wilder Bursche bin, und du bist ein ungemein kluges Mädchen. Aber wir haben uns doch lieb, nicht wahr?" Er fiel Lida um den Hals und küßte und drückte sie mit zärtlichem Ungestüm. Sanft suchte sie sich von ihm loszumachen; und Hand in Hand giengeu

