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Wer dient dem Andern zum Nothnagel? und woher rührt dieß Sprüchwort?

Luischen, gieb mir deinen Bleistift; ich habe den meinigen vergessen;" sagte Gustav in der Zeichenstunde zu seinem Mühmchen, wel­che von seinen Aeltern an Kindesstatt an­genommen worden war, und mit Gustav manchen Unterricht gemeinschaftlich genoß. Luische» reichte Letzterem sogleich bereitwillig die Vleifeder. Der Knabe aber nahm diese Gefälligkeit ohne gebührenden Dank auf, gleich alö wäre es Luischens Schuldigkeit gewesen, ihm zu dienen. Bald darauf kam Gustav mit einer Weste in der Hand und sagte:ein Knopf ist abgerissen, und die Mutter nicht zu Hause, du kdnntest mir ihn wohl annähen, Luischen." Auch dieß Geschäft besorgte das Mädchen un­verzüglich und gerne, und befriedigt verließ sie Jener. Nach einigen Tagen erscholl die Nach­richt:Der König kommt!" Es wurde» viele Vorbereitungen zu seinem Empfange gemacht, und Gustav wollte überall und immer am näch­sten dabei seyn; recht ungelegen kam ihm daher