ein Auftrag seines VaterS, der ihn in einen entfernten Theil der Stadt schicken wollte, um an einen Freund ein Schreiben zu bestellen, welches keinen Aufschub litt. Eben war man eifrig beschäftigt, ohnfern des Rathhauses eine Ehrenpforte zu errichten, und Gustav hatte gar zu gerne zugesehen. In dieser Verlegenheit nahm er wieder seine Zuflucht zu Luischen. Höre," fieng er an.Du könntest mir einen großen Gefallen erweisen." Und der wäre? fragte Jene. Der Knabe antwortete:Ich soll zu Herrn Gersdorf diesen Brief tragen. Dem Vater kann es aber ganz einerlei se»n, ob es durch mich oder durch jemand andern geschieht; und dort nute» auf dem Markt du weißt es ja wird an der Ehrenpforte gebaut" Ja wohl weiß ich es, daß der Herr Vetter dort gerne zusehen möchte, daher soll ich jenen Gang besorgen, nicht wahr? fiel Luischen ein. Ey freilich, wenn du es thu» wolltest;" erwiederte der Knabe.Nun meinetwegen;" versetzte das Mnhmchen;lauf zu, ich will zu Gersdorf's gehen." In vollen Sprüngen eilte Gustav fröhlich fort, und Luise bestellte das