Als Agathe den Verlust ihrer Neltern er­litten hatte, kam sie zu Herrn Hubert, einem reichen, kargen Handelsmann, welcher in derselben Straße, in welcher Adolphs ältcr- liches Haus war, wohnte. Die, int Alter gleiche» Nachbarskinder, begegneten sich oft auf dem Schulweg, wurden nach und nach mit einander bekannt, und unterhielten sich auf trauliche Weise. Adolph lebte eine fröhliche Jugend, und erzählte dem Mädchen mit leuch­tenden Augen von seinem herrlichen Spielzeug» von seine» Vergnügungen, die er in deut ver- wandschafrlichen Kreise genoß, von seinen Ael- tern und ihrer Liebe und Zärtlichkeit. Agathe hörte mit freundlicher Theilnahme zu, erwie­derte aber seine M/ttheilungen lange nicht. Endlich einmal fragte sie Adolph:Warum erzählst Du mir denn aber gar nichts von Dir? Du läßt mich immer allcine plaudern, und bist manschen stille." Ach, guter Adolph, ver­setzte Agathe, was könnte ich von mir sagen! Bei mir sieht ein Tag dem andern ähnlich. Still und freudenlos schwindet jeder dahin. Db mir dieß gefallt oder nicht, ob eS mir