Vorrede
i/ie Naturbeschreibung ist für Kinder vorzüglich anziehend; am allermeisten die Beschreibung wilder Thiere. Eben so haben abcnthcuerliche Schicksale eine sehr anziehende Kraft für die Seelen der Kinder. Aber die Naturgeschichte bietet nur dann einen reichen und brauchbaren Bildungsstoff dar, wenn die Thiere in Leben „nd Bewegung erscheinen, und das qanre Leben des Thieres mit seiner Eigenthümlichkeit und seinen Kraftäußerungen, vorzüglich in Beziehung auf den Menschen, dem Kinde vor Augen gestellt wird. Darum habe ich in dem Lesebuche, welches ich hier der Kinderwelt darbiete, an eine Familiengeschichte die Beschreibung und Darstellung der Thiere des Waldes, und an eine Reisegeschichte die der Secthiere angeknüpft, und alles trockene Beschreiben möglichst zu vermeiden gesucht, ohne doch die kleinen Leser mit oberflächlichen Kenntnissen abzuspeisen, oder nur der Neugierde Nahrung zu geben. Die Darstellungöart, welche ich für die Beschreibung der Baume gewählt habe, wird in dieser Beziehung keinem Tadel ausgesetzt seyn, ob sie gleich ein wenig über die Grenze der Prosa hinauöstreift. Da ich bei den Bewohnern des

