bte Mensche» zu Tausenden erwürgt wurden, ja sd&fr der König von Frankreich auf dem Blutgerüst, gleich einem Verbrecher, sei» Leben ein bete. Als endlich die Noth aufs höchste stieg, mußte man mit der größten Anstrengung die Wölfe zu vertilgen suche», und so ward denn in dem einzigen Jahre 1797 die unglaubliche Anzahl von 6000 Stuck erlegt; dennoch blieben so viele übrig, daß in den Jahren lgoZ und rgn6 noch ,475 erlegt werden konnten. Sehr häufig kamen sie in jener Zeit bei Winterszeit schaarenweise über den gefrornen Rhein, der ihnen eine mehr als 100 Meilen lange Eisbrücke darbot, nach Deutschland, wo sie aber immer aufs hitzigste verfolgt, und sehr bald entweder ver- . jagt, oder erlegt wurden.

Im Jahre ig,Z zeigten sie sich aufs neue in Frankreich, und mach­ten sich furchtbar. So drangen sie z. B. im Oktober zur Nachtzeit in die Stadt Bar, und fielen mehrere Personen an, die zur Weinlese auf den Bergen waren. Da ihr Geschrei von den Entfernten für Jubel gehalten ward, so kam ihnen niemand zu Hülfe, und sie gerielhen in die größte Lebensgefahr. So einstand denn das unerhörte Schauspiel, daß in den Ringmauern einer Stadt eine Wolfsjagd gehalten ward, und daß ein Wolf am Ausgange aus der Scadt erlegt wurde. Nun waren alle Einwohner in Bewegung, und der nahe gelegene Wald wurde von ihnen so eng umzingelt, daß ihnen die Wölfe, welche noch darin steckte», unmöglich entgehen konnten. So gelang es, an demsel­ben Tage noch zwei zu erlegen.

Ungarn und Siebenbürgen wird häufig von den Wölfen heimge­sucht. Einst nöthigte sie der Hunger zur Winterszeit, bei hellem Tage in einer waldigen Gegend Ungarns Häuser und Dörfer zu bestürmen, und Menschen anzufallen. Zivei heldenmüthige Weiber zeichneten sich bei dieser Gelegenheit höchst rühmlich aus: eine Edelfrau, welche im Schlitten fuhr, und von einem Wolfe hitzig verfolgt wurde, erlegte ihn aus ihrem Schlitten mit einem kräftigen Schlage; und eine Bäuerinn, noch muihiger, hielt einen Wolf, von dem sie in ihrer Stube ange­fallen ivard, so lange fest, bis auf ihr Geschrei Menschen herbeikamen, und ihn ködteke». Schrecklich war das Unglück, ivelches die Wölfe, die der Hunger völlig wüthend gemacht hatte, in jenem harten Winter anrichteten, und die Bestürzung, welche sie durch das ganze Land ver-

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