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ihre Lieblinge und täglichen Gefährten, und sie hatte» es nach und nach den Jägern abgelernt, wie man die Hunde zur Jagd abrichten müsse. Es machte ihnen unbeichreibliche Freude, wenn sie einen Hund, der auf den Ruf gehorchte, unter ihrem Kommando haben konnten. Der Vater gab ihnen hiebei die nöthige Anleitung, und ermähnte sie oft, mit diefen treuen Thieren recht liebreich umzugehen, nie ohne Noth Gewalt gegen sie zu gebrauchen, und sich niemals durch Grausamkeit an ihnen zu verfündigen.
Nicht immer, sagte er eines Abends, haben die muthigen und starken Jagdhunde unter dem Befehl und unter der Zuchtrurhe des Menschen gestanden, und es gab gewiß eine Zeit, in welcher sie, ohne Jäger, auf ihre eigene Rechnung jagten; denn in der ältesten Zeit, die man gewöhnlich die Urwelt nennt, müssen die jagdbaren Thiere in weit größerer Anzahl, als jetzt, vorhanden gewesen seyn, und da war eS also noch viel nöthiger, sie zu vertilgen. Damals lebten unstreitig die Ureltern unserer Jagdhunde in ordentlichen Stämmen, oder familienweise gesellschaftlich bei einander, jagten gemeuisckafllich, und sättigten sich von der Beute eines jeden Tages. Der Schöpfer hat auf eine recht bewundernswürdige Weise den ganzen Bau und die Natur der Jagdhunde so eingerichtet, daß sie alles haben, was ihre Bestimmung erfordert. Der lange schlanke Körper, die hohen Beine, die mit starken Muskel» versehenen Lenden, geben ihnen Schnelligkeit und Ausdauer; die feinen Geruchswerkzeuge machen sie geschickt, das Wild in weiter Ferne zu wittern, und dadurch aufzuspüren, und ihre breite, mit weiten Höhlen versehene Nase leistet ihnen dabei um so mehr Dienste, da der Naturtrieb macht, daß sie mit gesenktem Kopfe die Fährte (Spur) des Wildes aufsuchen. Lange Hautlappen bedecken die Oeffnung der Ohren, die sonst von der Nässe im Gebüsch leide» würden, und der den Jagdhunden angeborne Trieb, mit lautem Gebell die entdeckte Spur zu verfolgen, giebt den Mltjagcnden ein Zeichen, daß es Zeit ist, sich schnell zu vereinigen.
Vor der Erfindung des Schießpulvers ivurde in den ungeheuren Forsten Deutschlands mehrenrheil« auf die Art gejagt, daß der ganze Jagdbezirk mit lichten Zeugen, Garnen von verschiedener Stärke, nach Verhältniß der Wildgaciung, umzogen, das Wild durch die Jagdhunde
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