Bei der Jagd dieser, und aller andern kostbaren Pelzthlere, kommt es besondere auf die Güte und Schonung des Pelzes an. Daher sucht man den Zobel durch Schlagbäume oder Schlagfallen, unter welchen sich der Köder oder die Lockspeise befindet, zu erhalten. Glückt dieß Verfahren nicht, so werden Netze um den Sitz des Zobels gestellt, wenn man diesen durch die Fährte des Thieres im Schnee ausgespürt hat. Zwei Glöckchen, die an dem Netze befestigt find, zeigen an, daß fich der Zobel gefangen hat, worauf man ihn von den Hunden erwür­gen läßt. Zieht er sich aber in seinen Erdbau, oder in Höhlen zurück, so treibt man ihn durch Rauch hervor; von den Bäumen aber schießt man ihn mir stumpfen Pfeilen herab.

Eine Zobelfalle ist ziemlich einfach, thut aber doch recht gute Dienste. Ich will versuchen, sie Euch zu beschreiben. Man wählt zwei junge Stämme aus, die ungefähr 2 Ellen weit von einander stehen, reinigt sie nach unten von den Zweigen, schlägt neben dem einen noch eine» langen Pfahl, und befestigt an beide» Bäumen eine Stange in wagerecbter Lage, so daß sie mit dem einen Ende zwischen dem Pfahl und dem Baume zu liegen kommt. Ueber diese Stange wird eine am dere als -Fallbalken so befestigt, daß ein Ende derselben zwischen dem Pfahl und seinem Baume auf und nieder bewegt werden kann; zu dem Ende wird der Baum etwas abgeglättet. Am Ende des Hebels findet sich ein Vaststrick, und ein anderer ist um die Queerstange ganz kurz geknüpft. Beide zieht man an einander, und steckt ein Stöckchen durch, an dessen längerem Ende ein Stückchen Fleisch befestigt ist, dessen Uebergewicht das Stöckchen niederhält, und eine darum geschlungene Schnur zusammenzieht. Kriecht nun der Zobel auf der unteren Queer- stange hin, und erhäscht das Fleisch, so läßt man die Schnur los, der Hebel verliert seine Haltung, der Fallbalken fällt auf das unter der Queerstange sitzende Thier, und erschlägt ^s.

Auf eine andere Art wird der Zobel erjagt, indem der Jäger die Schneespur des Thiere« verfolgt, und dadurch seine Grube auffindet. Nun umstellt er diese mit einem Netze, und wartet geduldig, vielleicht z>vei bis drei Tage lang, bis der Zobel herauskriecht, wobei beide großen Hunger ausstehe» müssen. Sobald das Thier herauskriecht,

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