Geistigen erheben. Gewiß kann ihm bey dem Streben nach einer so wohlthätigen Vereinigung nicht übel zu Muthe werden. Weisheit und Tugend im Bunde mit der sinnlichen Freude, welch ein schöner Bund!

Selbst bey Deinen Spielen, denn darauf hin­aus laufen doch Deine meisten Vergnügungen. Selbst bey Deinen Spielen kannst Du, liebe Jugend! den Geist und die Sinne brüderlich verbinden; Du kannst Deinen Geist beschäftigen, indem Du Dich Deines Le­bens freust im Cirkel spielender Freunde. Denke nur zuweilen beym Spiele an Dein eigentliches Ich, an Deinen hohen Menschenbcruf, an Deine Pflicht! Frage Dich bisweilen beym Spiel und Zeitvertreibe, ob Dein Spiel auch nicht Deine Kräfte zu sehr anstrenge, ob es den Anstand nicht beleidige, ob es nicht schädlich für Deine Gesundheit werden könne. Wähle bisweilen solche Spiele, bey denen das Nachdenken geübt, und bey denen irgend eine Fähigkeit entwickelt wird! Besonders aber laß Dir bey allen denjenigen Spielen, die mit Klet^ tern, Springen und Ringen verbunden sind, die Tu« gend der Vorsicht empfohlen seyn. Ich weiß sehr wohl, daß diese Tugend gerade am wenigsten der Jugend ge­fällt; allein die Vernachlässigung derselben rächt stich gewiß allemal empfindlich.

Das gegenwärtige Schriftchen ist vorzüglich auf die Uebung dieser Tugend berechnet. Die jungen Leser