XIIT.
N a ch t e u l e.
«<Jcr ehedem sonst überall herrschende Aberglaube suchte und fand überall Nahrung. Sogar die Stimmen der Thiere mußten Stoff dazu hergeben. Das zufällige Heulen eines Hundes zur Nachtzeit, das Krächzen einer Krähe in der Nachbarschaft eines Kranken, das Zischen einer Eule hinter einem alten Gemäuer prophezeihte Unglück und Tod. Jtzt glaubt nur noch der Pöbel an dergleichen Possen- Aber nicht genug, daß man einige Thiere zu Unglückspropheten machte, man haßte und verfolgte auch die unschuldigen Thiere, wie die Krähen und Eulen, da doch diese Bögel gerade in der Haushaltung der Natur eine ehrenvolle Stelle einnehmen, und viel Nutzen stiften.
Der auf dem dreyzehnten Bilde vorgestellte Knabe ist einer von denen, der es sich noch zum Berdicnst anrechnete, einen unschuldigen Böget zu necken und ihm wehe zu thun- Zwar war bey ihm eben nicht der Aberglaube Schuld daran, aber doch der thörigte Wahn, daß das Thier, gegen welches er sich vergieng, eine unnütze Last der Erve sey. Eine Meynung, die doch der alte Aberglaube erzeugt hatte. Die Beranlassung zu dem

