I

D ie AngelruLhe«

c\Jrt bcr» Bachen, Flüssen, Strömen, Leichen und Seen, ja selbst im großen Weltmeere wohnen eine Menge le­bendiger Geschöpfe, Gewürme, Amphibien und Fische. Alle behaupten einen Platz in der Reihe der Wesen, und keines ist ohne einen bestimmten Endzweck da. Auch dem Menschen werden viele derselben nützlich; nur verursacht ihm die Art und Weise, sie in seine Gewalt zu bekom­men, manche Mühe. Die Fische besonders verschaffen ihm manchen angenehmen Genuß, und er hat daher mancherley Mittel und Werkzeuge ersonnen, vermöge welcher er sich ihrer bemächtigen kann- Manche tödtet er mir großen eisernen Haken oder Harpunen, andere lockt er in aufgestellte Netze, und noch andere fangt er mit Angeln. Die letztere Art des Fischfanges macht nicht sel­ten dem Greise sowohl, als dem Jünglinge und dem Kna­ben Vergnügen; wiewohl es empfindsame Menschen giebt, die bey diesem Angelfischfange eine Grausamkeit finden wollen. Ganz unrecht mögen sie nicht haben. Denn eS muß allerdings dem armen Thiere schnierzhaft seyn, wenn es, in der Hoffnung, etwas für seinen Gaumen zu erhä­schen, sich heftig in den Mund sticht, und nun noch oben-

A .