V

III.

C a n o n e.

«vüimt schon ganz gleichgültige Spiele, dergleichen ohne Zweifel das Bersteckespiel ist, in Gefahr stürzen können, wenn man dabey gleichgültig zu Werke geht, so kann man leicht vermuthen, daß die Gefahr, sich oder andere zu be­schädigen größer seyn müsse bey solchen Zeitvertreiben, die ihrer Natur nach Schaden bringen können. Hierher ge­hören ohne Ausnahme alle Spiele mit Feuer. Wie viel Unheil ist nicht dadurch gestiftet worden, und wie sehr ha­ben sich Kinder davor zu hüten! Noch ganz neuerlich sahe man in Leipzig ein warnendes Beyspiel. Eine Mut­ter geht an einem Markttage aus der Borstadt auf den Markt, um dort die nöthigen Lebensbedürfnisse einzukau­fen- Ihre beyden Kinder, das Aclteste von drey, das Jüng­ste von einem Jahre blieben daheim. Im Ofen glimmen noch einige Kohlen. Dorthin geht der Zjahrigr Knabe mit einer Schwcfelkerze, um ein Spänchcn oder eine Lampe anzuzünden. Unerfahren in der Kunst mit Schwefel um­zugehen verbrennt er sich aber die Finger, und fahrt nun, die brennende Kerze in der Hand, mit aller Hast an dem Nachthabitchen, in dem er noch gekleidet war, hinunter, um die Flamme zu löschen. Allein sie erlischt nicht, sondern faßt vielmehr noch größeres Feuer. In ei.