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Die beyden bewaffneten Knaben sind zwey leibliche Bruder. Sie wohnten in einer Stadt, in der eure hohe Schule war, auf welcher die studierenden Jünglinge un­ter andern auch im Fechten Unterricht erhielten. Der Platz, auf welchem dieser Unterricht ertheilt und die Uebungen angcstell. wurden, hieß der Fechtboden. Lange wüsten die Knaben von diesem Fechtboden nichts weiter, a!S daß er feinen Namen von den Fechtübungcn, die dort gehalten wurden, führe- Den Ort selbst hatten sie nie gesehen. Zufälliger Weise gicng eines TageS ihr Lehrer mit ihnen die Straße entlang hin, um zum Thore hinaus einen Spaziergang zu machen- Auf einmal hör­ten sie linker Hand in einem Hause ein unaufhörliches Klirren, Stampfen und Stoßen. Ganz natürlich fragten die Kinder nach dcrUrsache dieses Getümmels, und bey wem anders, als bey ihrem Lehrer? Dieser sagte ihnen denn ganz unbefangen, daß hier der Fechtboden sey und daß man eben itzt Fechtübungen halte.Ey, das möchten wir doch gern einmal sehen," riefen beyde aus einem Munde,das möchten wir sehen, lieber Herr Magister, ja das erlauben Sie uns!" In diesem Tone gieng eS eine Weile fort, bis endlich der Herr Magister Ja sprach, so ungern er daran gieng- Und in der That, er hatte Ursache seine Nachgiebigkeit, die indeß nach genauer Ueber- legung erfolgt war, zu bereuen. Der Lehrer stieg also in Gesellschaft seiner Zöglinge die Treppe hinan, die zu dem Fechtplatz führte, und verweilte allhier fast eine Stunde zur großen Freude der Knaben; und gern wür­den sie ihren Aufenthalt verlängert haben, wenn nicht der Boden geschlossen worden wäre.