XVIII.
Steig.
Um über Flüsse, Bache und Wassergraben zu kommen, hat man Brücken von Holz oder Steinen darüber geschlagen, oder hölzerne Steige darüber gelegt. Das Letztere freylich nur bey kleinen Gewässern von geringer Breite. Da die Steige gewöhnlich schmal und ohne Armlehnen sind, so kann man, wenn man unvorsichtig genug ist, leicht darauf zu Schaden kommen, besonders beym Regenwetter, wenn sie glitscherig werden; bey starken Frost, wenn sich Eis auf ihnen ansetzt, oder wenn sie gar alt, morsch und mürbe werden. Jeder Mensch, er gehöre zu den Erwachsnen, oder zu den Kindern, hat daher große Ursache, beym Uebergange über einen Steig auf seiner Huth zu seyn, und nicht blindlings darauf hin zu laufen. Kinder sind auch bey dieser Gefahr leichtsinnig, und erwachSne Personen haben nicht ungegründete Ursach, sie oft auf diesen Umstand aufmerksam zu machen.
Der Verfasser dieser Warnungstafeln erfüllt hiermit seine Pflicht, indem er seine junge Leser und Leserinnen auf das achtzehnte Bild hinweist, und sie bittet, dieses Gebilde mit Aufmerksamkeit zu betrachten, und die

