den Knaben, und es gab kein Kind in ganz Europa, daS thätiger und gehorsamer hätte seyn können, als Wilhelm und Emil, Der gewünschte Tag brach an, und kaum waren die Knaben in ihren Kleidern, so hielt die Kutsche vor der Thüre. Da die Mutter der Eitelkeit nicht ergeben war, so war die Toilette bald gemacht, und ehe man sich recht umsähe, fuhr schon das Fuhrwerk zum Thore hinaus. Der Weg gieng über Berg und Thal, über Brücken, Wiesen und Wald. Uebcrall er­blickten die Kinder neue und noch nie gesehene Gegen­stände, und ihre Sprachwerkzeuge fanden überflüßige Gelegenheit sich zu üben. Ueber alles sprach man, vieles bewunderte man, einiges schaucte man an. So gelangte man zum Orte der Bestimmung, und freute sich gegen­seitig der glücklichen Ankunft.

Aber noch fehlte es hie und da an der gehörigen Einrichtung. Das Guth war groß und von weitem Um­fange, und der vorige Besitzer hatte dasielbe sehr ver- nachläßigt. Es war gut, daß nach ihm ein Mann kam, der Lust und Vermögen besaß, dasselbe wieder in gutem Stand zu setzen. Besonders lag der Garten noch ganz öde und wüst. Der Vater führte indeß die Mutter mit den Kindern überall herum, und zeigte ihnen alles. Hier hatte er alte Bäume ausrotten, dort neue Pflanzungen anlegen lassen. Hier hatte man Alleen gepflanzt, dort Wege ausgebessert. Die Brücken, welche über die Fisch­teiche führten, waren vermorscht. Man hatte sie abgebro­chen und neue gebaut. Nur noch in einem abgelegenen Theile des Gartens führte ein schmaler, zerbrochner Steig über eine Sumpflache. Auf diesen Steig machte der Vater