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hard von Weimar, Wallenstein u. s. w. Dieser furchtbare Krieg richtete in Deutschland große Verwüstungen an, von denen man immer noch die Spuren findet. Die Trümmer zerstörter Burgen sind noch zu sehen, und viele Stellen, wo früher große Dörfer mit ihren Kirchen gelegen hatten, werden noch jetzt nur mit dem Namen der wüsten Dörfer bezeichnet. Endlich nach langem Drangsal und Leiden, und nachdem Deutschland fast entvölkert worden war, wurde im Jahre 1648 der westphälische Friede geschlossen, und es hoffte nun Alles auf die Ruhe und das lang ersehnte Glück des Friedens, das man seit einer Schreckenszeit von dreißig Jahren ja kaum mehr erkannte.
Allein wie das vom Sturme aufgeregte, bis auf den Grund durchwühlte Meer sich nicht mit einem Male wieder zu einer ebenen klaren Spiegelfiäche ausglättet, sondern immer noch hin und her schwankt und an den einzelnen Felsen sich schäumend bricht, bis eS erst nach und nach das Gleichgewicht erlangt und sich beruhigt hat; so konnten auch die Segnungen des Friedens sich nur erst nach und nach wieder gestalten, weil die friedlichen Verhältnisse noch lange Zeit nachher von Menschen gestört wurden, die sich während des Krieges an eine böse Lebensweise gewöhnt hatten und diese ihres Vortheils wegen nun auch in den Frieden mit hinüber nehmen wollten. Wer früherhin im Kriege seine Lust am Rauben und Plündern gefunden hatte, wer gern von einem Orte zum andern gezogen war, um dort auf fremde Kosten zu leben, dem wollte es nicht behagen, sich an einem bestimmten Ort ansiedeln und dort durch seiner Hände Arbeit leben zu sollen. Ein großer Theil der Truppen, die nach dem Friedensschluß wieder entlassen wurden, sank zu Landstreichern und Bettlern herab, und rottirte sich endlich gar zu Räuberbanden zusammen, die das Land durchzogen, und es noch schlimmer behandelten, als selbst der zügelloseste Feind während des Krieges. Vorzüglich war dies in Böhmen der Fall, denn der Kaiser

