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sich den Ruf eines unternehmenden, kühnen Soldaten erworben, war aber entlassen worden, weil, wie man behauptete, er sich an eine liederliche Lebensweise gewohnt und stets einen störrischen Charakter gezeigt haben sollte. Dem Hauptmann gefiel es in dieser Gesellschaft nicht übel; er ward von der alten Frau gut und sorgsam bewirthet und konnte in müßigen Stunden sich mit den Männern von ihren Kriegsthaten unterhalten. Besonders aber war es ihm lieb, in dem Schloßvogt einen Mann gefun­den zu haben, der mit der ganzen Umgegend und selbst mit den verborgensten Orten des böhmischen Waldes genau bekannt war und ihm, als ein verschmitzter Kopf, bei seinen Plänen zu Hab- haftwerdnng der Räuber sehr nützlich sein konnte. Er pflegte daher die zu treffenden Maßregeln gewöbnlich erst mit ihm zu berathen, und bediente sich alsdann des Sohnes, der allgemein der rothe Jobst genannt wurde, zum Späher und Führer. Allein das Glück begünstigte seine Unternehmungen nicht, denn wenn er auch die Räuber ganz bestimmt zu berücken gedachte, weil ibm Jobst die sicherste Kundschaft von ihrem Versteck gebracht hatte, so waren die Räuber doch immer auf und davon, und fan­den sich auf ihren Lagerstätten nur noch die Spuren ihrer Gräuel- thaten und nicht selten sogar die verstümmelten Körper der kürz­lich Ermordeten. Der Hauptmann schöpfte nach und nach den Verdacht, daß in dem Städtchen selbst Theilnehmer jener Räu­bereien wohnen müßten; denn es ließ sich nicht verkennen, daß die Räuber von Allem unterrichtet sein mußten, was der Haupt­mann gegen sie auszusübren gedachte, ja ihre Frechheit ging so weit, daß sie selbst einzelne von dem Hauptmann aufgestellte Mi- litairposten in großer Mehrzahl überfielen, sie dann niederhieben, oder einige entwaffnet und fast entblößt an den Hauptmann mit dem Auftrag zurückschickten, ihn von dem Anführer, dem schwar­zen Peter, schönstens zu grüßen! Der Hauptmann gerieth in Wuth und Verzweiflung; er verdoppelte seine Aufmerksamkeit,