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befahl seinem Kommando mit größter Härte gegen das Städt­chen zu verfahren, bis man ihm die Räuber angezeigt haben würde, und setzte selbst auf den Kopf des schwarzen Peters, des gesürchteten Anführers jener Bande, eine zur damaligen Zeit sehr bedeutende Summe von hundert Gulden. Aber dies blieb auch ohne Erfolg.

Einstmals hatte der Hauptmann den rothen Jobst mit dem Rapport über seine mißlungenen Versuche und mit der Bitte um Verstärkung seines Commandos an den Kaiser selbst abgesendet, und einen neuen Streifzug durch den Wald gemacht, weil wieder neue Räubereien und Mordthaten vorgefallen waren und die Wittwe eines in den letzten Lagen ermordeten reichen Kaufherrn den Hauptmann ganz besonders zur Rache gegen die Räuber auf­gefordert hatte. Der Hauptmann war der Spur der Räuber gefolgt, und hatte die blutige Leiche des Ermordeten auch wirk­lich aufgefunden, aber von den Räubern selbst war nicht das Geringste zu entdecken gewesen, und nur, als der Hauptmann unverrichteter Sache den Wald wieder verlassen wollte, war plötz­lich ein Schuh gefallen, der ihm das Pferd unter dem Leibe ge- tödtet hatte. Die kaiserlichen Reiter waren zwar schnell nach der Gegend hingesprengt, von welcher der Schuß gefallen war, allein sie hatten nichts entdecken können, und es war niemand gefun­den worden.

In Verzweiflung sah der Hauptmann Abends am Kamin­feuer im Schlosse und ließ sich um den Fuß, den ihm das zu­sammengestürzte Pferd gar sehr gequetscht, warme Weinumschläge machen, nahm auch bereits den dritten Becher Rheinweins an, den ihm der Schloßvogt zur Beruhigung reichte, als der rothe Jobst von seiner Botschaft zurückkehrend ins Zimmer trat und dem Hauptmann den kaiserlichen Befehl überbrachten, daß, wenn er nicht mit dem schon starken Commando die Räuber fangen und dämpfen werde, so würde er auf der Stelle zurückberufen