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ersten Frühstück genossen," sagte sie und fügte hinzu: „es ist die erste Reise dieses jungen Mädchens." Der alte Herr blickte flüchtig zu mir hin lind nickte lächelnd, der Rosige warf einen Blick auf mich, der mir mißfiel, obgleich ich eigentlich nicht weiß, was darin lag, und der schöne Fremde sah einen Augenblick, über sein Buch weg, mit seinen ernsthaften Augen zu mir hin. Bei der letzten Station nahmen die Herren Ab.' schied, alle drei verbeugten sich tief vor der Baronin, und der schöne Herr sagte mir beim Aussteigen: „Recht sehr danke ich Ihnen Ihre freundliche Güte." Er sah mild dazu aus, aber doch ernst, und als er fort war, saß ich ganz still und rief mir seine Züge, seinen Ausdruck, sein ganzes Benchnien zurück. Alles gefiel mir an ihm, und ich dachte, wenn ich ein Mann wäre, möchte ich so aussehen, so mich benehmen. Es gefiel mir auch, daß er sich so tief vor der Baronin verbeugte; sie ist ebenfalls ernst, und spricht ihre Ansicht mit ruhiger Entschiedenheit aus, ohne viele Worte. Im Stillen nahm ich mir vor, eben so werde» zu wollen, wie die Baronin.
Wir übernachteten in der kleinen Stadt P. Die Baronin bestellte ein Abendessen, denn ein Mittagessen hatten wir nicht bekommen; sie sagte, man müsse bei anhaltenden Fahrten nur im Nachtquartier essen, weil dies für die Gesundheit zuträgli- licher sei. Jetzt war ich denn auch hungrig wie eine junge Löwin. Annette, der Baronin Kammermädchen, kam, um zu fragen, was ich für die Nacht begehre? Der Baronin steht es gut, wenn sie ihre Wünsche ganz kurz kund giebt, und in dieser Betrachtung erwiederte ich; „Nachtjäckchen, Netz, Handschuhe." Das Mädchen sah mich ganz erstaunt an und fragte,

