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hübsche Sieb von bet' Lorelei ein; ich summte es leise, unb es schlug zwölf llhr, bevor ich im Bette lag. Das war ein hübsches Enbe bes einen, aber ein schlechter Anfang bes nächsten Tages.
Um halb sechs Uhr hatte ich aufstehen wollen, unb gesagt, man brauche mich nicht zu wecken, ich sei gewohnt, ungeweckt auszustehen. Zm Traum sah ich allerlei wunberbare Dinge, unb zuletzt einen hellerleuchteten Saal. Als ich mich über bie prächtige Erleuchtung freute, kam hoch wohl ein mahnenber Gebaute in meine Seele; ich erwachte plötzlich. Die Sonne schien hell unb warm in mein Zimmer, aber gar nicht mit bem Schein, ben sie um fünf Uhr zu haben pflegt; viel glänzenber unb vor/ nehmer. Erschrocken sprang ich aus bem Bette; auf bem Vot- saale schlug es halb acht Uhr. O weh! o weh! ich meine, ich hatte Hänbe unb Deine; husch, ei», zwei, brei, ging es, bis ich fertig war. Dann in brei Sähen bie Treppe hinab unb an ben Frühstücktisch; ich Glückskinb! noch hatte es nicht geschla- ge»; im Nu Cach, bas ist gewiß kein grammatikalisches Wort!) zwei Theelöffel voll Thee eingefüllt, Wasser aufgegossen, Ser- viette vorgesteckt, Butterbribe bereitet. Mit bem letzten Schlage ber Uhr trat bie Baronin ein; ihr musternber Blick traf mich, wie immer, vom Kopf bis zur Sohle unb verweilte wohlgefällig auf ber Serviette. Wie gut, baß ich nicht leichtsinnig war, bennAnfangs bachte ich: „Laß nur, bas nimmt zu viel Zeit." Vor bem Frühstück mußte ich ein Gebet sagen unb einige Sprüche lesen, bann bürste ich ben Thee eingießen. Wäh- renb bes Frühstücks kam bie gefürchtete Frage: „Wie gefällt Dir ber Garten?" Da ich bie Frage vorhersah, hatte ich

