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wörtlich ist dergleichen ja nie zu verstehen, und so ist es ein niedlicher Gedanke, zwischen Blumen, Bäumen und Schäfchen aufgewachsen zu sein. Dabei läßt sich wenigstens ein schuldlo­ses Herz bewahren.

Heute Abend sagte die Professorin:Durch die Aufsähe, welche Zhr auszuarbeiten habt, lernt Ihr, Eure Gedanken schriftlich mitzutheilen, aber für den mündlichen Vertrag fehlt es Euch noch gänzlich an Uebung. Deshalb schlage ich vor, daß wir dreimal in der Woche eine solche vornehmen, und Jede unter Euch uns eine kleine Begebenheit aus ihrem Leben mit, theilt. Wie geringfügig eine solche Begebenheit ist, darauf kommt es nicht an, nur darauf, daß Zhr es versteht, sie fließend vorzutragen. Morgen werden wir damit beginnen; Rosalie, als die Aclteste, macht den Anfang, und so der Reihenfolge nach."

Wir blickten uns unter einander an, das kam uns gänzlich unerwartet; Keine sagte eine Sylbe.Ja, ja," lächelte die Pro­fessorin,das liegt nun als ein großer Fels vor Euch, aber macht nur den Versuch, Ihr kommt schon hinüber. Rosalie, als die Beginnende, hat es am schwersten." Rosalie warf den Kopf leicht in die Höhe, als wollte sie sagen:Das ist mir nur ein Spiel!" Wir Anderen dachten:Versuche es nur erst!" Sobald wir allein waren, fiel unser Gespräch sogleich auf die gestellte Aufgabe; wir waren Alle etwas klein­laut. Ernestine sagte:Ich habe nichts erlebt," Malwina! Ich weiß es nicht mitzutheilen." Emma war zornig und sagte: Als ob wir »och nicht geplagt genug wären! sprechen können wir doch am Ende Alle, wenn wir das auch noch lernen