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kannst Du ja leicht einmal bekommen."Ja? Gewiß? Höre, Röschen, wir wollen heute Abend Rcisblumcn essen, nicht?" Heute? bei zwölf Grad Kälte?"O, man ißt ja auch Eis im Winter."Ja, dann komme nur; ich esse vielleicht Acpfel- brei, aber das kann Dir ja gleich sein." Er ging vergnügt fort, und ich lachte; jetzt wußte ich, wie ich mich rächen könne.

Mein Vetter stellte sich zur Thecstunde ein; er pflegte vor­trefflichen Appetit zu haben, und mein guter Großvater war er­staunt, ihn so wenig essen zu sehen.Ja," entgegncte er verle­gen beim Nöthigen und mit einem Blick auf mich,es ist nur" Ja so, Sie sind unwohl."Nein, das nicht, aber" Großpapa, wir wollen heuteAbend Formreis mit Rahm essen." Ihr närrischen Kinder! das ist ja ein Sommcrcsscn; aber meinethalben."

Um neun Uhr ward der große Junge unruhig und flüsterte mir zu:Laß nicht zu spät auftragen, der Magen schmerzt mir vor Hunger." Ich lief rasch in die Küche, ließ eine zierliche Form fest mit Schnee ausdrücken, umstürzen, mit brauner ge­riebener Baumrinde überstreuen und nebst einer Schale mit Rahm und meinem Aepfclbrei auftragen. Mein Vetter sehte sich mir gegenüber, stemmte beide Hände auf die Kniee und streckte den Kopf vor. Ich reichte ihm seine Portion und sagte:Streue nur recht viel Zucker darüber." Er nickte, Aber daß Du Deinen elenden Acpfclbrci vorziehst!"Nun, wer weiß, was Du noch thust!"

Jetzt waren alle Vorkehrungen getroffen; der Vetter führte einen großen Löffel voll zum Munde und stürzte gleich darauf mit einer entsetzlichen Grimasse, aus dem Zimmer. Mein