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sehr gesprächig, sie wollte sichtlich den Sohn am Reden verhindern; er nickte auch nur ab und zn mit dem Kopse, lächelte oder sagte ein einzelnes Wort. Seine Hand lag säst beständig in der seiner Mutter und seine Augen ruhten auf ihrem Gesichte. Als es neun geschlagen hatte, sagte die Baronin: „Jetzt gehe ich zu Bette und Du mußt eö auch thun." — Bevor der Baron antworten konnte, empfahl ich mich und eilte in das Schlafzimmer der Baronin, um nachzusehen, ob alles da sei was sie bedürfe, und alles stände und liege, wie sie es gewohnt ist. Dann begab ich mich in meine Stube und trat an das Fenster. Der Anblick, welcher sich mir darbot, war bezaubernd, der große regelmäßige llmkreis, den das Auge erfaßte war von schönen Gebäuden umgeben und reich durch Gasflammen erleuchtet; am tiefblauen, flimmernden Sternenhimmel stand der Mond und warf sein schönes Licht in ruhiger Pracht auf die reingefegte Eisfläche des weiten Bassins. Es sah aus, wie man ein Mährchen denkt oder träumt. Gewiß weißt Du auch, was es heißt, wenn man oftmals so Ohend und denkend hinaus blickt in die Weite. Es ist ein Sehen, ist ein Denken, aber traumartig, ohne bestimmte Bilder. Ob die Seele in solchen Augenblicken zu klein oder zu groß ist, das möchte ich wissen. So stand ich lange, verworren betrachtend, verworren denkend, bis ich der Baronin Stimme im Nebenzimmer hörte: das war mir eine Mahnung, und ich begab mich zur Ruhe.
Wenn ich so sortschreiben wollte, Marie, würde mein Brief kein Ende nehmen, so schließe ich ihn, und vertröste Dich anf mein LebenSbnch. Schreibe Du mir bald, aber reckt viel von Dir, wie Du lebst, was Du treibst, und

