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Sie bekommen Austern. Gesetzte Leute werden auch be­rücksichtigt."

Herr von Roden bemühte sich heiter zu sein; bemühte sich mich zu necken, aber man sah, daß sein Herz litt. Der Kranke genoß fast gar nichts, war aber auf die freundlichste Weise bemüht, für »us zu sorgen. Nachdem der Kaffee getrunken war, nahm ich von Herrn von Roden Abschied. Er schüttelte mir herzlich die Hand, aber wieder mußte er mich necken.

Haben Sie irgend eine Bestellung, einen Gruß? Sie dürfen mir Alles anvertrauen."

Wenn ich mich Frau von Roden empfehlen darf"

Gehorsamer Diener, werde es ausrichten. Ist das Alles? Kein Gruß mehr? Kein Gruß an an die theure Flora?"

Ich mußte lachen:Nein, auf keinen Fall!" Er . schüttelte nochmals meine Hand und ich lief fort.

Nach einer Stunde ungefähr klopfte es an meine Thür, Herr von Roden trat ein.Conrad sagte mir, daß Sie hier wohnen; erlauben Sie mir, mich einen Augen­blick zu erholen; der Abschied war mir zu schwer."

Er nahm einen Stuhl, trocknete seine Augen, und blickte lange schweigend vor sich hin:Kind," sagte er dann,dies ist eine schwere Zeit auch für Sie, und ich sehe Ihnen an, daß Sie das fühlen; aber verkennen Sie den Segen davon nicht. Ich alter Mann habe in den weni­gen Stunden von dem vortrefflichen jungen Manne viel gelernt. Gott schenke uns Allen so viel einfachen, de­müthigen, unerschütterlichen Glauben; jenen Glauben, des­sen einst der Herr gegen Thomas gedachte. Nur für An-