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Sie sind so gut, so liebevoll gegen mich, so mütterlich um mich besorgt; wie immer so auch heute und ich ich be­weise mich so wenig dankbar."

Thue ich es denn des Dankes wegen, Antonio? so oft ich dich sehe, werde ich mir inne, was ich dir schulde!"

O stille, stille; wieder von längst geschcbcnen Dingen zu reden; was ich that, war ja meine Pflicht, so lehrte mich meine unvergeßliche Mutter, und auch eine Stimme in meinem Innern sagte mir dasselbe."

Gut, ich will stille sein, aber nenne dich auch nicht mehr undankbar; handelst du nicht gegen uns, seitdem du über die Schwelle unseres Hauses getreten bist, wie ein Sohn des Hauses?"

Und doch konnte Antonio auf seiner Rückreise vergessen seiner Wohlthäterin!"

Das hättest du gethan, Antonio? das wäre freilich nicht recht von dir gewesen und das könnte mich betrüben; aber ich kann es nicht glanben, daß du auf deiner Pilgerfahrt gar nicht an mich gedacht haben solltest, ich begreife nicht recht, was du eigentlich sagen willst; sprich deutlicher, damit ich dich verstehe. Ich wenigstens, Antonio, hatte Tag und Nacht deiner gedacht."

Undankbar nenne ich mich, weil ich hereingetreten bin, ohne eine kleine Gabe mitgebracht zu haben; so mit leeren Händen zu kommen, ist doch nicht recht von mir gewesen."

Wenn es weiter Nichts ist, daö nenne ich doch nicht meiner vergessen; höre, Antonio, daß du mich diesmal mit keinem Ge­schenke bedacht hast, ist dir von Herzen vergeben; ich kann mir denke», daß du dein Reisegeld nicht zu thörichten Zwecken ver­wandt hast." ,