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Arbeitgeber aus. Daher kam es, daß er keinen Tag ohne Verdienst war, selbst in den ungünstigeren Zeiten des Jahres. Konnte auf dem Felde, in den Weinbergen, in den Gärten nicht gearbeitet werden, so wußten ihn die Gutsbesitzer der Stadt daheim zu beschäftigen; er hatte Geschick zu den verschiedensten häuslichen Arbeiten. Sein Weib glich ihm hierin aus's Haar und war als tüchtige Arbeiterin ebenso sehr gesucht wie ihr Mann und ebenso sehr wie dieser beliebt. Beliebt waren aber beide Ehelcute nicht nur wegen ihrer Geschicklich- keit, ihres Fleißes und ihrer Treue, sondern auch wegen ihres bescheidenen und aufrichtigen Wesens, ihres rechtschaffenen, ehrbaren, gottesfürchtigen Wandels.
Bei dieser Schilderung der Eltern Antonio's kommt einem der Gedanke: Aber wie haben die beiden trefflichen Ehcleute sich nicht aus der Armuth herausarbeiten können, hätten sie es nicht gesollt, besonders von da an, als Gott ihnen ein Kind an das Eltcrnhcrz legte? — Wo vier kräftige Arme und vier geschickte Hände sich regen, da wird doch manche Arbeit zu Stande gebracht und kann doch manches schöne Stück Geld verdient werden, und wo die Tugend der Sparsamkeit sich findet, die doch in jenem Hintergebäude zu Hause war, und namentlich ein Weib ordentlich haushält, da müßte» doch auch arme Leute es zu Etwas bringen, wenn auch dadurch nicht immer, wie Salomo meint, Kammern mit köstlichen, lieblichen Reichthümern angefüllt werden. — Ein eigenes bretternes Dach ist doch viel werth und die Hausmiethe könnte erspart werden, die nach Jahren viel ausmacht, zumal wenn der Hauszins hoch ist, und wer kann es läugnen, daß die Eltern ruhiger aus der Welt gehen, wenn sie wissen, wo ihre Kinder ihr Haupt niederlegen können, wenn sie nicht mehr da sind.

