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Antonios Eltern dachten wohl daran, sich etwas zu er­sparen, um ihre Lage zu verbessern. Der Gedanke, ein eige­nes Häuschen zu besitzen, regte sich gar bald, nachdem Antonio das Licht der Welt erblickt hatte, und beschäftigte sie von da an wohl täglich.

Oft hatte Antonio'S Mutter gesagt:Lieber Mann, laß mich nur sorgen; ich will sehen, daß ich etwas erspare; mit Gottes Hülfe werden wir es wohl fertig bringen, daß wir ein­mal unter einem eigenen Dache schlafen." Das wackere Weib ging mit Gottvertranen an's Werk.

An einem Samstag Abend sah man sie einst in den Laden eines Trödlers eintreten. Als sie am Morgen vorübergegan­gen war, hatte sie nämlich am Schaufenster eine Almosenbüchse zum Verkauf ausgestellt gesehen.Die holst du dir den Abend," hatte sie zu sich selber gesprochen,das gibt dann für dich eine Sparbüchse." Der Lohn des Tages reichte gerade hin, um dieselbe käuflich au sich zu bringen. Froh über das ehrlich er­worbene Eigenthum eilte sie nach ihrer Wohnung. Als sie ins Haus trat, fand sie ihren Mann schon anwesend, welcher, er­müdet von der Arbeit der Woche, sich auf einen Stuhl nieder­gelassen hatte und damit beschäftigt war, nachzusehen, ob der Verdienst, welcher ihm für sechs Tage ausbezahlt worden war, sich als richtig herausstelle. Da trat das Weib heran und hielt dem Manne die Büchse vor und sprach:Bitte, mein Lieber, eine Gabe, ein kleines Stück nur, eine Beisteuer zu dem Häus­chen, das wir uns bauen wollen; siehe, so wird jeden Sam­stag Abend ein kleiner Theil unseres Verdienstes hineingelegt und wenn die Büchse voll ist, wird sie aufgeschlossen, siehst du, hier hab' ich den Schlüssel, und so kommen wir doch wohl zuletzt noch zu einem eigenen Häuschen! meinst du