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Leuten nur wenig mittheilen. Antonio's Eltern waren die jüngsten Kinder und bis hierher am meisten im Stande, Vater und Mutter zu unterstützen. Das thaten sie denn auch ehrlich. Als sie in der Stadt Velletri einen Dienst gefunden hatten, theilten sie ihren Lohn mit den Eltern und nachdem sie den Bund der Ehe geschlossen hatten, gaben sie einen nicht geringen Theil ihres Verdienstes an sie ab. Antonio's Mutter gedachte des Spruches: Liebes Kind Pflege deinen Vater in seinem Alter! % und Antonio's Vater vergaß nicht, wie sauer er seiner Mutter geworden sei, und Beide waren daher bemüht, den Eltern Gleiches mit Gleichem zu vergelten, wohl wissend und es auch empfindend, daß dies wohlgethan sei und angenehm vor Gott.
— Es kam somit lange Zeit nur Weniges in die Buchse. Erst als Gott das Joch des Alters Antonio's Großvater und Großmutter abnahm und sie erlöste von jeglicher Beschwerde dieses Erdenlebcns, war es möglich etwas mehr zurückzulegen.
Es war für die beiden Eheleute ein wahrer Ohrenschmaus, wenn sie des Samstags Abends die kleineren oder größeren Münzstücke in die Büchse Hinabfallen hörten und eine wahre Augenweide, als sie zuletzt nach Jahr und Tag durch den Ritz des Büchsendeckcls den gesammelten Geldschatz zu Tage liegen sahen. Schwerlich aber ist die Freude der Amerikaner in Ca- lifornien, der goldsüchtigen Gambusino's, wenn sie eben eine reichhaltige Goldmine entdeckt haben, größer als die Freude der Bewohner des Hintergebäudes im Hofe des Tischlers, der Tag- löhucr im Armcn-Stadt-Viertcl zu Velletri, gewesen ist, als endlich am Jahrestage ihrer Verehelibung, der wieder auf einen Sonntag fiel, um die achte Stunde des Tages (wie bei uns in Deutschland um zwei Uhr Nachmittags — um diese Stunde wurde von priesterlicher Hand der Bund der Ehe für

