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„So halte mir doch die Münze nicht so nahe", erwiederte Giuseppe, „gieb sie mir in die Hand; so! — Nun was willst du denn mit dem Frankenstück? — was hast du für ein Gelüste?"
„Du schlimmer Mann", sprach das Weib, „sprich mir nicht von Gelüsten; hast du denn nicht meine Frage verstanden, weil du so Arges von mir denkst? — Betrachte doch die Münze näher, erkennst d» sie nicht?"
„Ich kann nichts besonders an ihm entdecken; dieser Franke hat der Brüder gar viele, sie sind alle miteinander im Jahre 1780 geboren und einer gleicht dem andern auf ein Haar."
„Im Gesicht wohl, aber nicht in der Farbe, hier der Bruder Franke ist doch von Farbe der gelblichste — und ich will dir noch etwas an ihm zeigen; sieh' her, da erblickst du ein Kreuzchcn."
„Ich sehe es, aber das hat er nicht mit auf die Welt gebracht."
„Das freilich nicht; ich will dir's jetzt sagen, ich habe ihn damit gezeichnet. Sich, das ist das Frankenstück, welches du an jenem Samstag - Abend , an dem ich die Büchse mit »ach Hause brachte, mir von deinem Wochenverdienste als Beisteuer zum Häuschen gegeben hast, das wir uns bauen wollen."
(^s war dem wirklich so. Antonio's Mutter war, wie wir wissen, der Großschatzmeister und die Groß- und Kleinschlüsscl- bewahrerin. Als ihr Mann den darauffolgenden Sonntag des Nachmittags nach seinem Geburtsorte ging, um seiner Mutter und dem Vater seines Weibes einen Theil seines sanercrwor- benen Wvchcnverdienstes zu bringen, hatte Margarita die Büchse aus der Kiste genommen, sie mit Wohlgefallen bewachtet und dann auch mehrmals sie geschüttelt. Sie zweifelte nicht daran, daß das Geldstück noch darin sei, denn es lag ja unter doppcl-

