schon der Bücher so viel geschrieben und gedruckt für Groß und Klein, für Jung »nd Alt und doch wird dadurch der be­absichtigte Zweck bei so manchem Leser nicht erreicht. Die Welt müßte um Vieles besser sein, wenn die Aufforderungen zur Gottesfurcht, die Lcbren der Weisheit und Tugend, die An­weisungen zur Glückseligkeit die rechte Beachtung, stets ein offenes Ohr und ei» offenes Herz fände». Aber hieran scheint eS leider so oft zu fehlen. Es wird gelesen, so viel gelesen, aber es geschieht nicht auf die rechte Weise; es wird fast nur mit den Augen gelesen. Wie schnell fließt das Auge, wie fliegt es über die Zeilen eines Blattes und über die Blätter eines Buchco dahin! und ist es angekommen am Ziele, ist auch das letzte Blatt herunter gelesen, was hat dann das Lesen genützt? Ach! bei so manchen so wenig, so blutswenig! das kommt aber daher, weil das Herz nicht mit gelesen hat, weil man nur in der Absicht das Buch znr Hand genommen hat, um durch es recht angenehm unterhalten zu werden, nicht aber, um dadurch zugleich auch etwas für Geist und Her; zu gewinne», dadurch zuzunehmen an Kenntnissen, dadurch weiser und besser zu werden um somit auf den Weg geleitet zu wer­den, auf welchem man zum Frieden und zur Seligkeit gelangt. Höret doch, meine Lieben, auf die Worte, welche ich hier zu euch rede; lohnt doch mit Nachdenken Alles, was ich euch von der armen Taglöbnersfamilie erzähle und eilet nicht flüchtig über die Betrachtungen hinweg, welche dann und wann in die Er­zählung verflochten werden.

Das Geschäft, welches mir Ginseppo und sein Weib Mar- garita da vornehme» sahen, mag wohl ein recht irdisches ge­nannt werden. Geld zähle»! am hehren heiligen Sonntag! Ist das in aller Welt erlaubt? Eine Frage die bejaht