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werden kann aber auch verneint werden muß. Es kommt hier auf Verhältnisse und Umstände an. Dem Reichen, der einen Wochentag dazu wählen kann, ohne im geringsten etwas dabei zu verlieren, nehme ich es nicht nur übel, wenn er am Sonn­tage seine Capitalien zählt, sondern ich halte es auch für un­recht, wenn er es thut. Der Reiche greife lieber am Tage des Herrn zu einem Erbauungsbuche, nehme lieber die Bibel, Gottes Wort, zur Hand und schlage die Stellen auf, in denen vom Reichthum gar Manches geschrieben steht, was nütze ist zur Lehre, zur Strafe, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, damit er eben über irdischen Gütern nicht die himmlischen Schätze ver­gesse, vielmehr sich daran erinnern läßt, mit jenen sich diese zu erwerben. Einem armen Taglöhncr ist es aber wohl gestattet, eine Stunde des Sabbaths dazu zu verwende«, nachzuzählen, wieviel er sich seit Jahr und Tag erspart hat, zumal wenn er darüber doch nicht den Tag des Herrn aus dem Auge läßt. Antonio's Eltern sind geringe Leute, arme Taglöhner; sie leben vom täglichen Verdienste. Feiern sie nur einen Tag, dann verlieren sie schon viel. Zudem haben sie ja nicht Auge und Herz an dem Geldschatz geweidet und die Seele sprechen las­sen:Freue dich, freue dich, nun hast du, womit du dir gute Tage bereiten, womit du herrlich und iu Freuden leben kannst!" Großer Gott!" dachten sie und sprachen sie,wie bist du doch so gut; Dank dir für den Segen, den du zu unsrer Ar­beit gegeben hast; an deinem Segen ist Alles gelegen!" Herr­lich und in Freuden zu leben ist ihnen nie in den Sinn ge­kommen. Nur für die nothwendigsten Lebensbedürfnisse, die der Mensch gar nicht entbehren kann, um das Dasein zu fri­sten, das Leben zu erhalten, sorgen sie, für Nahrung, Speise und Trank, für die Kleidung und für ein eigenes bretternes