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Allgütigen gebührt daher die Ehre! — Damit ich dies nie vergesse und auch alle die nicht, welche nach mir drinnen woh- neu werden, so thut mir den Gefallen und schreibt mir zuletzt noch ein Paar Worte über die Thüre."
„Das soll mich nicht verdrießen und Euch thue ich es umsonst und zwar aus alter Freundschaft, Giuseppo," sagte Ti- volani und auch ihm ward die Stimme bewegt, denn ungern sah er die brave Taglöhnersfamilie aus dem Hintergebäude ausziehen und eben gedachte er daran, wie sie Jahre lang in Eintracht und Frieden nebeneinander gewohnt und wie die armen Leute ihm stets die von einem so sauer gewordenen Verdienste zurückgelegte Miethe bei Kreuzer und Pfennig ausgezahlt hatten und daß in ganz Vellctri nicht eine Familie zu finden sei, die ihm den Verlust zu ersetzen vermöge, der ihm den folgenden Tag bevorstehe, wenn Giuseppo mit Weib und Kind ihn verlassen werde. „Nun, Nachbar," fragte Tivolani, „was wollt Ihr denn für Worte geschrieben haben?"
„Schreibt mir den Spruch über die Hausthüre: „An Gottes Segen ist Alles gelegen!" sprach Giuseppo und Tivolani nickte ihm beifällig zu, denn er verstand gar wohl den Sinn der wenigen aber vielsagenden Worte und besonders die Bedeutung, welche diese Worte für Giuseppo hatten, und der Spruch rührte sein Herz und er konnte keine Antwort darauf geben. Schweigend nahm er die blaue Oelfarbe, womit er die Bekleidung der Fenster angestrichen hatte, legte eine Leiter an und malte mit feinen sauberen Pinselstrichen über die Hausthüre die Worte hin:
„An Gottes Segen ist Alles gelegen!"
Giuseppo hielt die Leiter und blickte unverwandt nach dem Tischler, der mit kunstfertiger Hand die blauen Buchstaben hin-

