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pinselte und als auch das Schlußzeichen gar zierlich in gemessener Entfernung von der letzten Litera in's Dasein getreten war, da las Giuseppo mit dankbarem Herzen die himmelblaue Schrift. Der Dank galt dem Meister auf der Leiter, seinem guten Nachbarn, seinem Freunde, aber zugleich auch und noch weit mehr dem großen Weltenbanmeister, dem Herrn in der Höhe, dem gütigen Vater tut Himmel, durch dessen Beistand und Hülse eben das nun von Menschenhänden vollendete Werk zu Stande gebracht worden war, und von dem von Menschen bereiteten Hause aufblickend zu dem, der Alles bereitet, athmete er tief auf und von seinen Lippen vernahm man die Worte: „Ja, ja, an Gottes Segen ist Alles gelegen!" — Und vom Himmel blickte er wieder hin auf die Erde, auf sein Hans und auf den herrlichen Spruch. „Wie schön, wie schön! — wie freundlich lächelt Einem die Schrift an!" sprach Giuseppo zum Maler Tivolani, dem Tischler, „Ihr hättet ja keine schönere Farbe nehmen können als gerade das Himmelblau; schon die Farbe weist Einen dabin , von bannen aller Segen herabkommt!" und der Nachbar theilte diese Ansicht und freute sich mit seinem guten Freunde und es war ihm lieb, daß die Schrift ihm gelungen war.
Der folgende Tag war ein Tag der Trauer und der Freude zugleich. — Der Trauer? — fragt vielleicht mancher Leser verwundert. — Ja, der Trauer! — antworte ich, denn es that Giuseppo und seinem Weibe leid, ihre bisherige Wohn- stätte zu verlassen, wo sie, wenn auch in Armuth, der stillseligen Stunden doch so viele verlebt hatten. Das Hintergebäude war freilich klein und unansehnlich, wir haben es ja näher kennen gelernt, allein was hindert das den Menschen daran, glücklich zu sein? Weilen denn in den Wohnungen der
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