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Reichen, in den Palästen der Großen nnd Mächtigen der Erde lauter glückliche Menschen? Die Erfahrung lehrt, daß die Ant­wort auf diese Frage leider zu oft eine verneinende ist. Das Glück findet sich immer da, wo die Zufriedenheit ihren Wohn­sitz aufgeschlagen hat, nnd eben diese war im Hintergebäude Tivolani's zu finden. Hätte Gott Giuseppo und Margarita kein Söhnlein aus Elternher; gelegt, so hätten sie sich wohl sehr besonnen, ob sie sich ein eigenes Häuschen bauen sollten, denn sie hatten vollkommen Raum genug für sich nnd wären wohl nur darauf ausgegangen, für die Tage des Alters einen Sparpfennig zurückzulegen, nnd hätten vielleicht nie ihre bis­herige Wohnung verlassen. Die Geburt Antonio's war aber ein Ereigniß, welches ihrem Denken, ihrem Dichten und Trach­ten eine ganz andere Richtung gab. Jetzt hieß es für dieses Kind elterlich gesorgt; später mußte der Raum im Hinterge­bäude zu eng und jedenfalls eine andere Wohnung gesucht werden. Der Gedanke, ein eigenes Häuschen zu besitzen, sich selbst eines zu erbauen, wurde wach und zur Verwirklichung deffelbcn alsbald Anstalten gemacht.

Welche Erinnerungen aber knüpften sich nicht an diese erste Wohnstätte! Als Giuseppo und Margarita vom Al­tar des Herrn, wo der Priester ihren Eheband eingesegnet hatte, hinweggingen, lenkten sie ihre Schritte hierher; einge­treten in's Wohnzimmer hatten sie sich hier nochmals die Hände gereicht nnd das Gelübde wiederholt, das sie kurz vorher vor Gott abgelegt hatten, Treue zu halten, ihr gegenseitiges Wohl zu fördern, Leid nnd Freud mit einander zu theilen; hier ward der neue Lebensplan für die Zukunft entworfen, jede Angelegenheit der Familie berathen, jedes Tagewerk des Mor­gens besprochen nnd des Abends überschaut, ob es auch ge-